Die Geschichte des Spessarts

Die Frühzeit

Herbst im SpessartwaldDer Spessart wurde schon in frühgeschichtlicher Zeit von Jägern, Fischern und Sammlern besiedelt. Das bezeugen zahlreiche Funde von Steinwerkzeugen und Tonscherben sowie eine stattliche Anzahl an bronze- und eisenzeitlichen Hügelgräbern.

Die Römer indes hinterließen kaum Spuren im Spessart, da das Hauptgebirgsmassiv nicht zu ihrem Hoheitsgebiet gehörte. Lediglich an den westlichen Ufern des Mains kann man noch Reste ihrer Siedlungen und militärischen Einrichtungen finden.

Ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. siedelten zuerst die Burgunder, danach die Alemannen und dann die Franken im Spessart. Die Franken gründeten Aschaffenburg, Lohr und Gemünden am Main. Ab dem frühen Mittelalter wurde der Spessart unter den Karolingern zum kaiserlichen Bannforst.

Das Mittelalter

Unter der Herrschaft der Mainzer Erzbischöfe war der Spessart ausschließlich der Jagd vorbehalten, eine Besiedelung erst ab dem 12. Jahrhundert erlaubt. Im Zuge der Kloster- und Adelshäusergründungen stiegen die Bevölkerungszahlen allmählich an. Ausgestattet mit den Nutzungsrechten an Holz- und Fischbeständen sowie an Weidegründen, sorgten ortsansässige Herren für Arbeit und Lohn.

Durch die Zolleinnahmen verschiedener gut bereister Handelswege lohnte die Errichtung zahlreicher Kirchen und Klöster, Schlösser und Burgen.

Spessarter Fuhrleute hatten über lange Zeit ein gutes Auskommen, erst die Neuzeit mit der Eisenbahn und einer verbesserten Fluß-Schiffahrt brachte diesen Wirtschaftszweig zum Erliegen.

Die Neuzeit

Bedingt durch die schwierigen geologischen und raueren klimatischen Verhältnisse war das Leben im Spessart nicht einfach. Forst- und Landwirtschaft ernährten die Menschen nur mühsam. Viele sahen sich gezwungen, anderswo ihr Glück zu versuchen. Verheerende politische Konflikte, unter anderem der Dreißigjährige Krieg 1618-48, steigerten noch die Not der Bevölkerung. Armut breitete sich aus.

Erst die Neuansiedlung diverser Wirtschaftszweige, die vor allem die reichen Waldbestände und andere Rohstoffe der Region nutzten, und der gezielte Aufbau einzelner Industriebetriebe nach dem 2. Weltkrieg verbesserten die Lebensumstände.

Schloß Mespelbrunn © Dirk Schmidt @ Pixelio
© Dirk Schmidt @ Pixelio
Die Aufteilung des Spessarts unter vielen Herren wie dem Erzbistum Mainz, dem Hochstift Würzburg oder den Grafen von Rieneck verhinderte eine grenzübergreifende Strafverfolgung. Davon profitierten die berühmt-berüchtigten Spessarträuber – ein beliebtes Bild, das heute noch viele Menschen mit dem Spessart verbinden.

Wilhelm Hauff macht sie 1827 mit seiner Erzählung "Das Wirtshaus im Spessart" berühmt. Kurt Hoffmann verfilmte den Stoff 1958 mit Liselotte Pulver und Carlos Thompson in Schloß Mespelbrunn.

Die Zeit der Spessarträuber endete mit der Neuordnung der Territorien nach dem Zusammenbruch des deutschen Kaiserreichs. Der Spessart selbst wurde in vier Landkreise aufgeteilt, die zu zwei Bundesländern gehören: der nördliche Vorspessart liegt heute in Hessen, der Hauptspessart in Bayern.

Laubwald im SpessartAuch wenn von den drei Identifikationsmerkmalen "Wald, Armut und Räuber" heutzutage allein der Wald geblieben ist, so begegnet einem im Spessart die Beschäftigung mit diesen Themen allerorten.

In Museen, Ausstellungen, Theateraufführungen und Besucher-Events wird diese Vergangenheit bis heute lebendig gehalten.

 

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